Werbungskosten: Was du wirklich zahlen musst und wie du sie steuerlich geltend machst

Wenn du selbstständig bist, ein Gewerbe betreibst oder Immobilien vermietest, dann sind Werbungskosten, Ausgaben, die direkt dazu dienen, Einkünfte zu erzielen oder zu sichern. Auch bekannt als Werbeausgaben, sind sie ein wichtiger Teil deiner steuerlichen Absetzbarkeit. Sie haben nichts mit privaten Ausgaben zu tun – es geht um klare, nachweisbare Investitionen in deine Geschäftstätigkeit. Ob du eine neue Website kaufst, Flyer drucken lässt, ein Werbevideo schaltest oder einen Marketingberater beauftragst: Wenn es direkt mit deinem Einkommen zu tun hat, kann es als Werbungskosten abgesetzt werden.

Doch viele machen den Fehler, alles als Werbungskosten zu verbuchen – vom Kaffee beim Kundenbesuch bis zur neuen Lampe im Büro. Nur Werbekosten steuerlich geltend machen, ist möglich, wenn sie einen direkten Bezug zur Einkunftsquelle haben. Ein Beispiel: Wenn du als Schreiner in Frankfurt Innentüren verkaufst und ein Werbevideo für deine Produkte drehst, sind die Kosten dafür voll absetzbar. Aber wenn du ein Werbeplakat für deine eigene Wohnung machst – nein, das zählt nicht. Auch die Werbungskostenabzug, der rechtliche Anspruch, diese Ausgaben von deinem Einkommen abzuziehen. ist nicht automatisch gegeben. Du brauchst Belege, Rechnungen, Nachweise. Keine handschriftlichen Notizen. Keine Fotos von Zetteln. Die Finanzbehörden verlangen klare Dokumentation – und das seit 2025 strenger als je zuvor.

Was viele nicht wissen: Auch digitale Werbung wie Google Ads, Facebook-Anzeigen oder ein SEO-Service für deine Website zählen dazu – vorausgesetzt, du verkaufst damit etwas. Und wenn du eine Homepage betreibst, die deine Dienstleistungen präsentiert, dann sind die Kosten für Hosting, Domain und Content-Management-System ebenfalls Werbungskosten. Aber nur, wenn sie nicht als Privatverbrauch gelten. Du musst also genau trennen: Was ist Geschäft, was ist Privat? Ein einfacher Trick: Wenn du es nur für deine Kunden machst, ist es absetzbar. Wenn du es auch für dich selbst nutzt, musst du anteilig absetzen – oder gar nicht.

Die größten Fehler? Werbungskosten mit den Betriebsausgaben verwechseln. Oder sie einfach zu spät einreichen. Oder sie nicht dokumentieren. Wer das tut, verliert Hunderte – manchmal Tausende – an Steuerrückerstattung. Und wer glaubt, dass der Finanzbeamte schon versteht, was gemeint ist: Falsch. Du musst es ihm zeigen. Mit Zahlen. Mit Belegen. Mit klaren Zusammenhängen.

Du findest hier konkrete Anleitungen, wie du Werbungskosten richtig bilanzierst – von der Rechnungsprüfung bis zur korrekten Buchung in deiner Steuererklärung. Wir zeigen dir, welche Kosten du wirklich absetzen kannst, welche du lieber nicht ansprechst, und wie du dich vor Ärger schützt. Keine Theorie. Keine Faustregeln. Nur das, was in der Praxis funktioniert – mit Beispielen aus der Schreinerei, der Immobilienvermietung und dem Handwerk.

Umzugskosten nach Immobilienerwerb: So planen Sie Pauschalen und steuerliche Abzüge richtig

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Nov, 29 2025 Lorenz Schilf

Planen Sie Umzugskosten nach Immobilienerwerb richtig: Welche Kosten absetzbar sind, wie die neue Pauschale funktioniert und wie Sie bis zu 1.200 Euro Steuern sparen können.