Gasdruckprüfung: Was Sie über Prüfung, Sicherheit und Normen wissen müssen
Bei einer Gasdruckprüfung, eine systematische Prüfung der Dichtheit von Gasleitungen unter Druck, um Leckagen zu erkennen. Auch bekannt als Druckprüfung der Gasinstallation, ist sie die letzte und wichtigste Kontrolle, bevor Gas in Ihre Wohnung fließt. Ohne sie ist jede neue Heizung, jeder neue Herd oder jede umgebaute Küche ein potenzielles Risiko – nicht nur für Sie, sondern für Ihre Nachbarn. In Deutschland ist sie gesetzlich vorgeschrieben – nicht als Formalität, sondern als Lebensversicherung.
Diese Prüfung gehört nicht nur zum Neubau. Jede Änderung an Ihrer Gasanlage – ob Sie eine neue Dusche mit Gasanschluss einbauen, die Küche modernisieren oder eine alte Heizung austauschen – muss danach geprüft werden. Die Luftdichtheit, die Fähigkeit einer Installation, Gas vollständig einzuschließen und keine undichten Stellen zu haben ist dabei entscheidend. Ein kleiner Riss in einer Schweißnaht, eine lose Verbindung oder ein abgenutzter Dichtungsring reichen aus, um Gas in die Wohnung zu lassen. Und Gas ist unsichtbar, geruchlos – bis man es riecht, ist es oft zu spät. Deshalb wird bei der Prüfung nicht nur der Druck gemessen, sondern auch die Abfallrate über Minuten oder Stunden beobachtet. Die DIN 1988, die deutsche Norm für die Planung, Ausführung und Prüfung von Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen, die auch Gasinstallationen regelt schreibt genau vor, wie hoch der Prüfdruck sein muss, wie lange die Messung dauert und welche Geräte verwendet werden dürfen.
Was viele nicht wissen: Eine fehlerhafte Gasdruckprüfung kann Ihre Versicherung ungültig machen. Wenn ein Schaden entsteht und die Prüfung nicht korrekt durchgeführt wurde, zahlt die Versicherung nicht – selbst wenn der Schaden nicht Ihre Schuld ist. Und wer sagt, dass das nur ein Handwerker macht? Auch wenn Sie selbst arbeiten, brauchen Sie eine offizielle Prüfung durch einen zugelassenen Fachmann. Kein DIY. Keine Ausnahme. Kein "Ich hab doch alles kontrolliert". Die Prüfung muss dokumentiert und unterschrieben werden. Sie bekommen eine Prüfbescheinigung – und die ist Ihr Schutz, nicht nur gegen Gas, sondern auch gegen juristische Risiken.
Die Themen, die in den Beiträgen dieser Seite auftauchen – Luftdichtheit, Brandschutz, Sanitärinstallation, Rohrdurchführungen – hängen alle mit der Gasdruckprüfung zusammen. Denn wo Gas fließt, muss auch die Umgebung sicher sein. Eine undichte Leitung kann nicht nur zu einer Explosion führen, sondern auch Feuchtigkeit in Wände ziehen, Schimmel fördern oder die Luftdichtheit Ihres ganzen Hauses ruinieren. Deshalb ist die Gasdruckprüfung kein isolierter Schritt. Sie ist der Schlüssel, der alle anderen Arbeiten in Einklang bringt: mit der Bauordnung, mit der Sicherheit und mit Ihrer Ruhe.
Was Sie hier finden, sind konkrete Beiträge, die zeigen, wie diese Prüfung in die Praxis passt – ob bei der Badsanierung, beim Umbau eines Reihenhauses oder bei der Elektroinstallation neben der Gasleitung. Es geht nicht um Theorie. Es geht darum, dass Sie am Ende wissen: Ich habe alles richtig gemacht. Und das ist der einzige Grund, warum man eine Gasdruckprüfung nicht nur macht, sondern auch ernst nimmt.
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