Vermittlung geistlicher Gaben - die Gemeinde nimmt und gibt zugleich!

(F-Nord, 23.11.16) Apostel Opdenplatz kam nach F-Nord, um den eingeladenen Gemeinden aus dem bevollmächtigten Amt heraus geistliche Gaben mitzuteilen, zu stärken und zu trösten. Er ermutigte die Gläubigen selbst durch das Weitergeben vielfältiger "geistlicher Gaben" die Begegnungen in der Gemeinde zu einem Segen auch für den Nächsten werden zu lassen.

Als Grundlage für die Predigt las Apostel Opdenplatz das Bibelwort aus Römer 1,11.12.

"Gott ist da, er freut sich, dass du da bist und gekommen bist, ihn anzubeten", so der Apostel zu Beginn des Gottesdienstes, in dem er zunächst deutlich machte, dass diese Anbetung, der Lobpreis Gottes, auch sehr vielfältiger Art sein kann. Oftmals zeige sich dieser auch ohne Worte in der stillen Vorbereitung der vielfältigen Dienste in der Gemeinde.

Er machte deutlich, dass auch er als Apostel Verlangen habe, unter den Dienst des Herrn zu kommen und verdeutlichte dies an dem vorgelesenen Wort. Dort beschrieb Apostel Paulus die Beziehung der Gemeinde zu den Aposteln und umgekehrt. Der Apostel gebe und nehme und die Gemeinde ebenso.

Die Verkündigung des Evangeliums, die Sakramente, der dreifache Segen wird in Vollmacht durch die Ämter gegeben, der Handelnde sei aber immer Christus, so teilten die Apostel und die Brüder allein als Werkzeug Gottes den Gemeinden geistliche Gaben mit, die letztlich von Gott kommen.

Doch auch die Gemeinde gebe etwas aus dem gemeinsamen Glauben. Dazu sei kein Amt nötig. Zum Beispiel für Dienste im Gebet oder im Bezeugen von Dankbarkeit, Freude und Zuversicht auch bei Leidensprüfungen. Die Aussagen von Apostel Paulus "...denn euer Glaube wächst sehr und eure gegenseitige Liebe nimmt zu bei euch allen. Darum rühmen wir uns euer unter den Gemeinden Gottes wegen eurer Geduld und eures Glaubens in allen Verfolgungen und Bedrängnissen, die ihr erduldet [...],  und ihr gewürdigt werdet des Reiches Gottes, für das ihr auch leidet" (Vgl. 2. Thess.1, 3-5) verdeutlichten dies.

Der Apostel riet, auch einmal auf Leidgeprüfte zu zugehen und sich ihrer anzunehmen. Dann könne man bemerken, dass man unter Umständen mehr zurückbekommt, als man gegeben habe. Der Apostel führte auch die gegenseitige Vergebung als Quelle der Kraft an. Wenn der Einzelne erleben könne, dass die Gemeinde ihn trotz seiner Unvollkommenheit liebt und aufnimmt, dann sei das eine wunderbare Quelle der Kraft und des Trostes.

Zum Ende des Predigtteils zitierte der Apostel aus dem Hebräerbrief  "...So sollten wir durch zwei Zusagen, die nicht wanken […] einen starken Trost haben..." (Vgl.Hebräer 6,18) und verknüpfte dies mit den beiden Aussagen

"... siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende" (aus Matthäus 28,20)   "... siehe, ich komme bald" (aus Offenbarung 3,11)

zu einem besonderen Trostwort.

Bischof Vogel und Bezirksältester Wend unterstrichen in ihren Predigtbeiträgen die Ausführungen des Apostels.

Der Gottesdienst wurde von einem gemischten Chor aus den eingeladenen Gemeinden musikalisch mitgestaltet.

 

Bericht: Michael Schütrumpf
Fotos: PT