Palmsonntag - Apostel Opdenplatz in Schwalbach a. Ts.

Einen ganz neuen Blick auf Palmsonntag eröffnete Apostel Gert Opdenplatz im Gottesdienst am Palmsonntag, dem 9. April 2017, in Schwalbach am Taunus.

Nicht das Übliche und Altbekannte, nämlich das Randgeschehen  - Jerusalem im kurzfristigen emotionalen Ausnahmezustand mit Fähnchen bzw. Palmzweigen schwingenden Massen und die falschen Erwartungen der Hosianna-Rufer - war Gegenstand der Predigt, sondern die „Hauptfigur“: der allein und unbeeindruckt von den äußeren Trubel mit sich und dem Vater ringende Jesus, wie ihn das Johannesevangelium eindrücklich schildert:  „Jetzt ist meine Seele betrübt. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und werde ihn abermals verherrlichen“ (Joh 12,27.28). Diese Worte, die dem Gottesdienst zugrunde lagen, zeigten, so der Apostel, wie Jesus angesichts des bevorstehenden Leidens mit sich gerungen und letztlich seine Sache dem Vater anheim gestellt, ja Gott die Ehre gegeben habe. 

Wie unter einem Brennglas konnte die Gemeinde dieses konzentrierte innere Zwiegespräch Jesu unter den Ausführungen des Apostel mitverfolgen, nachempfinden und so reflektieren, dass sich daraus eine Fülle von Anregungen für den eigenen Umgang mit Situation des Leidens und der Anfechtungen ergab. Der frühere Vorsteher der Gemeinde Schwalbach, der zu dem Festgottesdienst eingeladen war, und Bischof Hartmut Vogel unterstrichen in ihren Predigtbeiträgen die Ausführungen des Apostels.

Anregungen für den künftigen Glaubensweg gab der Apostel anschließend zwei Erwachsenen und zwei Elternpaaren mit, deren Kinder das Sakrament der Heiligen Versiegelung empfingen. Die heilige Handlung stellte der Apostel unter die Worte aus Römer 5,5: „Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.“

Text: AV / Bilder: HK