Neuer Kirchenbezirk Frankfurt

22.01.2017. Friedberg (Hessen). Ob Frankfurt am Main vom Brexit profitieren wird, ist noch nicht mit Sicherheit zu sagen. Dass Frankfurt am Main und Bad Homburg voneinander profitieren werden, steht fest: Ab Januar 2017 sind die beiden bisherigen Kirchenbezirke Bad Homburg und Frankfurt am Main zu einem Bezirk vereint. Die Fusion war in Arbeitsgruppen intensiv vorbereitet worden, um gemeinsam Erfahrungen und die vorhandenen Gaben zur Gestaltung des kirchlichen Lebens im neuen Bezirk bestmöglich zu nutzen.

Bezirksapostel Bernd Koberstein, der die Gebietskirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland leitet, löste im Gottesdienst in der Stadthalle in Friedberg (Hessen) am 22.01.2017 die beiden bestehenden Bezirke formell auf und gründete den neuen Kirchenbezirk „Frankfurt“, mit dessen Leitung er Bischof Hartmut Vogel beauftragte.

Als geistliche Losung für den neuen – jetzt 21 Kirchengemeinden umfassenden -Bezirk wählte der Bezirksapostel ein Bibelwort aus Matthäus 20, Vers 18: „Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem.“

Seiner Predigt stellte er die Worte aus Römer 15, Verse 5 bis 7 voran: „Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, Christus Jesus gemäß, damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus. Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“

Veränderungsprozesse würden von jedem Einzelnen unterschiedlich wahrgenommen, stellte der Bezirksapostel einleitend fest, richtete dann aber den Blick auf die wesentliche, geistliche Veränderung des Gläubigen zu der im Bibelwort angesprochenen einträchtigen Gesinnung,  die Jesus Christus gemäß ist.

Wie die „multikulturelle“ Gemeinde in Rom, an die Apostel Paulus seine Aufforderung gerichtet habe, seien auch die heutigen Gemeinden von Gläubigen unterschiedlicher Herkunft, Prägung und Lebensweise zusammengesetzt. Die gemeinsame Ausrichtung auf die Liebe Gottes, auf Christus und seine Wiederkunft ermöglichten es aber, einander anzunehmen und den Anderen auch in seinem Anderssein nicht nur zu akzeptieren, sondern wertzuschätzen und zu lieben.

Der scheidende Bezirksvorsteher des alten Frankfurter Bezirks, Bezirksältester Rüdiger Wend und sein Nachfolger, Bischof Hartmut Vogel, unterstrichen in ihren Predigtbeiträgen die Ausführungen von Bezirksapostel Koberstein.

Nach der Ruhesetzung des Bezirksältesten Wend entlastete der Bezirksapostel den Bezirksältesten Markus Hartung von der Verantwortung als Leiter des Kirchenbezirks Bad Homburg und beauftragte Bischof Hartmut Vogel mit der Leitung des neugegründeten Kirchenbezirks Frankfurt

 

Text: AV
Fotos: Jessica Krämer