Gottesdienst mit Heiliger Versiegelung

Frankfurt-Ost, 03.05.2017

Apostel Opdenplatz wählte schon mit dem Eingangslied Nr. 85 „Gott Vater dir sei Lob und Dank …. die Liebe durch den Heil‘gen Geist in uns hast ausgegossen“ die rechte Einstimmung auf den besonderen Schwerpunkt des Gottesdienstes – der Versiegelung zweier Kinder mit dem Heiligen Geist.

Das Textwort aus Apostelgeschichte 1,4-5 „Und als er mit ihnen zusammen war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr, so sprach er, von mir gehört habt; denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.“ schildert, dass die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten geprägt war von der Verheißung Gottes, dass er als Trost und Beistand den Heiligen Geist und damit Anteil an seinem Wesen schenken wird.
Heute haben wir die Verheißung Jesu, dass er wiederkommen und die Gläubigen zu sich nehmen wird um auf ewig mit ihm zusammen zu sein (Johannes 14,3). So wie damals die Gläubigen in Jerusalem bleiben sollten, sollen auch wir heute in der Gemeinschaft der Glaubenden beisammenbleiben, erläuterte der Apostel in seiner Predigt. Er wies darauf hin, dass bereits Paulus den Ephesern schrieb, dass Gott mit dem Siegel seines Heiligen Geistes, sie als sein Eigentum bestätigte. (Epheser 1,13-14). Gott hat damit sein Wesen – die Liebe – besiegelt und wir sind aufgefordert von diesem Wesen durch unser Handeln in Liebe zu zeugen und Gott damit zu verherrlichen.

Den Eltern, die ihre Kinder zur Versiegelung an den Altar trugen, gab er den Inhalt des gesungenen Chorliedes aus Psalm 37,4-5 mit auf den Weg: „Habe Deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünschet. Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn; er wird's wohl machen.“ Die besondere Aufgabe der Eltern bestehe auch darin, die Lust am Herrn nicht nur vorzuleben sondern die Kinder einzubeziehen. Damit man Lust an etwas bekommt, muss man darüber sprechen und es in die Kinderseelen legen. Die Kleinkinder könnten zwar intellektuell die Bedeutung der Versiegelung noch nicht erfassen, aber das tiefe Vertrauen zu Gott könnten auch kleine Kinder schon empfinden. Der Glaube der Eltern ermöglicht, dass aus diesem Vertrauen auch gelebte Überzeugung werden kann.

Der Apostel ermunterte in seinem Dienen, jedes Abendmahl wie ein „kleines Ostern“ und jedes Miterleben einer Versiegelung wie ein „kleines Pfingsten“ in sein persönliches Glaubensleben einzubauen.


Text: RH
Fotos: W. Jaeth