Geschichte der Gemeinde Frankfurt am Main - Ost

Vorwort

Wir wissen, dass mit einem Rückblick auf die Versammlungsstätten einer Gemeinde das Wesentlichste nicht gesagt ist. Was aus kleinsten Anfängen entstand, was allmählich sich festigte und wuchs, und was nun heute groß vor unseren Augen steht, ist neben dem Segen unseres Gottes das Ergebnis der rastlosen Arbeit, der selbstlosen Liebe, des unerschütterlichen Glaubens, der innigen Gebete, des Mutes und der lebendigen Hoffnung der Glaubenspioniere, die vor uns lebten.

   

1885 - 1891

Die Anfänge

Im Jahr 1885 begann Apostel Hohl die Arbeit als Apostel Jesu in der Stadt Frankfurt am Main. Zwei Jahre später wurde Priester Schärtlein durch Apostel Ruff  beauftragt, die erste gottesdienstliche Versammlungsstätte in Frankfurt am Main anzumieten. Dabei handelte es sich um einen Stall im Hinterhaus des Grundstücks Berger Straße 87. Unsere jetzige Kirche in der Luisenstraße liegt hiervon nur wenige hundert Meter entfernt. Im Juli 1889 hielt Apostel Ruff den ersten Gottesdienst mit Heiliger Versiegelung in der Versammlungsstätte Berger Straße 87.

1891 - 1911

Wachstum

IIn den nächsten Jahren mussten, verursacht durch die ständig wachsende Anzahl der Gemeindemitglieder, die Versammlungsstätten wiederholt gewechselt werden.

Diese Gemeindelokale befanden sich

1891 - 1897: im Hainerhof (am Domplatz)

1897 - 1901: in der Bornheimer Landstraße 54,

1901 - 1903: in der Vilbeler Straße 27 und

1903 - 1908: in der Günthersburgallee 36 a, später in der Vogelsbergstraße 32

1908 - 1911

Neue Gemeindegründung: Moltkeallee

Die Geschwister, die damals im heutigen Bereich der Gemeinde Frankfurt-West wohnten, hatten schon im Jahre 1900 einen besonderen Versammlungsraum in der Leipziger Straße erhalten. Da die Größe der Gemeinden Frankfurt-Ost und Frankfurt-West immer mehr zunahm, ließ unser späterer Stammapostel Bischoff als damaliger Bezirksapostel auf dem im Westen von Frankfurt am Main gelegenen Grundstück Moltkeallee 47 eine Kirche als gemeinsame Gottesdienststätte für diese beiden Gemeinden bauen.

1911 - 1918

Neue Versammlungsstätte

Schon drei Jahre nach der Erbauung der Kirche in der Moltkeallee, im Jahre 1911, führte das weitere Wachstum dazu, für die Gemeinde Frankfurt-Ost im östlichen Stadtbereich einen größeren Versammlungsraum zu mieten, und zwar in der Merianstraße 39, ganz in der Nähe unserer heutigen Kirche.

1918 - 1944

Neues Kirchengebäude und Kriegsjahre

Auch dieser Raum war nach wenigen Jahren nicht mehr groß genug. Am 01. Mai 1918, kurz vor dem Ende des ersten Weltkrieges, wurde ein auf dem Grundstück Luisenstraße 3 stehendes großes Saalgebäude gemietet. Grundstück und Gebäude gingen am 31. März 1919 in das Eigentum der Neuapostolischen Kirche über.

1944 - 1948

Nachkriegsjahre und Notquartier

Das Kirchengebäude Luisenstraße 3 wurde im Jahre 1944, während des zweiten Weltkrieges, durch Luftkriegseinwirkung völlig zerstört. Vier Jahre lang diente ein kleinerer Saal im Nachbargebäude Merianplatz 6 unseren Geschwistern als Kirchenlokal. Weil dieser Saal nicht ausreichte, musste der Gottesdienstbesuch nach der Buchstabenfolge der Namen der Geschwister eingeteilt werden.

Einige Zeit nach Kriegsende begann der Wiederaufbau der Kirche auf dem alten Grundstück, bei schwierigsten wirtschaftlichen Verhältnissen und unter tätiger Mithilfe vieler Geschwister. So konnte schon in der zweiten Hälfte des Jahres 1948 die neu aufgebaute Kirche wieder ihrer Bestimmung übergeben werden.

1948 - 1962

Sanierung des Kirchengebäudes

Nach mehreren Jahren entstand neue Raumnot in der Kirche (beim Wiederaufbau war wegen des Materialmangels auf die Herstellung der früheren Empore verzichtet worden), und es zeigten sich auch manche Baumängel. Deshalb wurde im Jahre 1958 dieser Kirchenbau abgetragen, und auf demselben Grundstück erstand dann eine neue, größere und schönere Kirche, unser jetziges Gotteshaus. Der erste Gottesdienst in dieser Kirche, gehalten durch unseren Bezirksapostel Rockenfelder, fand am 30. Juli 1959 statt.

1962 - 1975

Missionsarbeit

Es ergab sich, dass in dieser Zeit italienische Gastarbeiter die Gottesdienste besuchten und so konnten in unserer Gemeinde Ende der sechziger Jahre ca. 70 italienische Geschwister und Gäste betreut werden. Anfang der siebziger Jahre lag ein weiterer Schwerpunkt in der Missionsarbeit auf der seelsorgerischen Pflege gläubiger Menschen aus Afrika.

1975 - 1997

Gäste aus Afrika und weitere Missionsarbeit

In den Jahren 1978/79 besuchten immer mehr Gäste aus Sierra Leone (Westafrika) die Gottesdienste in Frankfurt-Ost. Der Vorsteher der Gemeinde Ost reiste auf Veranlassung des damaligen Bezirksapostels Rockenfelder in dieses Land um dort Missionsarbeit zu leisten.     3 Jahre lang war er dann zusätzlich noch Vorsteher der neu gegründeten Gemeinden Freetown und Makeni in Sierra Leone

1997 - 2005

Renovierung des Kirchengebäudes

In diese Zeit fiel die vollständige Renovierung des Kirchengebäudes. Von Februar 2004 bis Juni 2005 besuchte die Gemeinde die Gottesdienste in Frankfurt-West. Am 2.6.2005 hielt Apostel Heinz Kreuzberger den Gottesdienst zum Wiederbezug mit dem Textwort aus Offenbarung 22,17.

2005 - Heute

Gegenwart

Wie Sie aus der Chronik erfahren konnten, sind wir die älteste Frankfurter Gemeinde.
Seit 120 Jahren dürfen wir uns hier in Bornheim zuhause fühlen.
Auch nach so langer Zeit sind wir, nach wie vor, eine freudige und lebendige Gemeinde.
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Darüber hinaus laden wir Sie herzlich ein, damit Sie sich selbst einmal ein Bild davon machen können. Wir freuen uns auf Sie!   

2018

Jubiläumsjahr

100 Jahre Neuapostolische Kirche am Standort Luisenstraße 3
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