Der barmherzige Samariter – Kindergottesdienst in Bad Vilbel

12.02.2018, Bad Vilbel
Mit dem Lied „Trau dich – Gott ist stark“, das der Kinderchor bereits im vergangenen Jahr in Friedberg gesungen hatte, startete auch dieser erste Kindergottesdienst des Bezirkes Frankfurt, zu dem alle Kinder und ihre Lehrer eingeladen waren. Als Grundlage des Gottesdienstes wählte Priester Dirk Schelhorn das Wort aus Matthäus 25.36: "Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet, ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen“.

Zunächst begann der Dienstleiter mit einem kurzen Rückblick auf das Thema des vergangenen Jahres: Gemeinsam hatten die Kinder eine Mauer aus vielen Bauklötzen gebaut, die derzeit durch alle Gemeinden „wandert“. Diese Baustein-Mauer, ergänzt um einen Baustein „Jesus“ steht symbolisch dafür, dass alle gemeinsam am Werk Gottes arbeiten und Kräfte aus der Gemeinschaft ziehen können.

Anschließend wurde das Gleichnis des barmherzigen Samariters zusammen erarbeitet, das Jesus auf die Frage des Schriftgelehrten, wer denn der Nächste sei, erzählte. Wer die Geschichte nicht mehr ganz in seinem Gedächtnis hatte, dem half eine Bildergalerie weiter. Was tat der barmherzige Samariter alles? Eine ganze Aufzählung zeugte von seinen Taten und schnell wurde deutlich, dass er nicht nur das Notwendigste, sondern aus reiner Nächstenliebe alles in seinen Augen Erforderliche unternahm, damit dem Mann geholfen wurde.

Im Dialog erarbeiteten Priester Schelhorn und die Kinder anschließend die Antworten auf folgende Fragen: Wer ist mein Nächster? Wie kann ich mich verhalten, wenn ich sehe, dass ein Mitschüler meine Hilfe benötigt? Und: Gehört „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“ eigentlich zu den zehn Geboten?

Abschließend stellte sich eine weitere Frage: Wie schaffe ich das alles? Die Antwort war schnell gefunden: Gott motiviert mich und gibt mir die notwendige Kraft und mit Gottes Hilfe kann ich auch anderen helfen!

Der Kinderchor, der vor dem Gottesdienst schon fleißig geprobt hatte, unterstrich das Erarbeitete mit dem Lied „Die Spur der Hoffnung säen“ und bereitete zeitgleich auf die Sündenvergebung vor: „Den anderen begleiten, vertragen und nicht streiten, das kannst auch du!“

Gemeinsam feierte die Gemeinde anschließend die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl. Der Gottesdienst klang traditionell mit der „Halleluja-Hymne“ aus. Bevor die Kinder und ihre Begleiter wieder nach Hause fuhren, gab es für alle noch Hot-Dogs, Salate, Wackelpudding und Kuchen.

Text: Bianca Kuhfuss
Fotos: Daniel Reukauf