Bischof Auner hält Gottesdienst für die Senioren im Kirchenbezirk Frankfurt

12.03.2017, Frankfurt West.

320 Gläubige füllten am Sonntagvormittag, 12.03.2017, die große Kirche der Gemeinde Frankfurt-West (Sophienstraße). Bischof Norbert Auner führte den ersten Seniorengottesdienst nach der Fusion der früheren Kirchenbezirke Bad Homburg und Frankfurt durch. Umrahmt wurde der Gottesdienst durch einen aus dem Kreis der Senioren gebildeten gemischten Chor unter der Leitung von Hirte i. R. Ernst Bischoff.

Als Grundlage der Predigt diente Psalm 71, 18: „Auch im Alter, Gott, verlass mich nicht, und wenn ich grau werde, bis ich deine Macht verkündige Kindeskindern und deine Kraft allen, die noch kommen sollen.“   

Bischof Auner sprach zunächst die Wandlung des Begriffs „Senior“ an. Während dieser zunächst einen älteren, reifen Menschen ab einem Alter von ca. 45 bis 60 Jahren bezeichnete, sei später eine sprachliche Erweiterung eingetreten. So werde das Wort seitdem z. B. für einen älteren Teilhaber gebraucht (der „Seniorchef“), der seine Weisheit, Erfahrung und Abgeklärtheit einbringt. In diesem Sinne sehe er auch die Zielgruppe dieses Gottesdienstes; sie repräsentiere ein großes Maß an Lebensweisheit, Glaubenserfahrung und Vertrauen in den göttlichen Beistand.

Das zunehmende Alter bringe naturgemäß besondere Belastungen mit sich; wichtig sei dabei zu erkennen, dass sich der göttliche Beistand nicht darin zeigt, dass Gott den Gläubigen von allem Leid verschont, sondern ihm das ewige Heil schenkt. Die aus den Umständen geborene Frage „Lieber Gott, warum ich?“ sei verständlich. Trost bringe jedoch, die Antwort Gottes an Apostel Paulus auch auf sich zu beziehen: „Lass dir an meiner Gnade genügen“. Segensreich sei, die Erkenntnis über solche bleibenden Werte an die junge Generation weiterzugeben und gleichzeitig zu respektieren, dass diese ihr Leben heute anders als früher gestaltet. Was zähle, sei die Ausrichtung von Alt und Jung auf das Vorbild Jesus Christus.

Fotos: H.Hübener
Bericht: L.B.