Wort zm Monat

Wort zm Monat Feed abonnieren Wort zm Monat
Aktualisiert: vor 1 Stunde 6 Minuten

Ein kleines Wölkchen

1. Juni 2018 - 0:01
Manchmal ist man drauf und dran, den Mut zu verlieren. Man betet, aber es tut sich nichts. So gut wie nichts. Jedenfalls nicht das, was man erwartet. Wie bei Elia, der auf dem Gipfel des Karmel um Regen betet. Er ringt mit Gott, hält den Kopf zwischen den Knien. Einmal, zweimal, dreimal. Jedes Mal schickte er seinen Diener los, um nachzusehen, ob vom Meer her schon Wolken zu sehen seien. Und jedes Mal ist die Antwort: Nichts. Viermal, fünfmal, sechsmal und immer dieselbe Antwort: Nichts zu sehen. Nach dem siebten Gebet kommt der Diener mit der Nachricht: Es steigt eine kleine Wolke auf aus dem Meer, wie eines Mannes Hand. Ein harmloses Wölkchen – ist das die Antwort Gottes auf Elias übermenschliche Anstrengung? Ja! Denn aus der kleinen Wolke wird kurz darauf ein gewaltiger Regen. Lass dich bitte nicht entmutigen, wenn deine Gebete scheinbar nicht die gewünschte Wirkung haben! Bleib am Beten und halte Ausschau nach der kleinen Wolke, die dir anzeigt: Die Hilfe kommt! Der Segen kommt! Plötzlich wird er da sein! Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 11/2018)

Den Sonntag feiern

1. Mai 2018 - 0:01
Es ist eine segensreiche Tradition, dass wir als Christen den Sonntag feiern. Wir bekennen uns damit zur Auferstehung Jesu Christi. Innerhalb einer Woche erleben wir manche Ungerechtigkeit, bekommen viel Schlimmes auf der Welt mit. Dann kommen wir am Sonntag zusammen und bekennen: „Jesus Christus ist auferstanden. Er hat den Tod, das Böse, die Sünde überwunden. Er behält das letzte Wort!“ Das ist eine wunderbare Art, die Woche abzuschließen und eine neue Woche zu beginnen. Wir bekennen uns zur Auferstehung der Toten und hoffen auf unsere Verwandlung. Wir warten auf die Auferstehung der Toten und die Verwandlung der Lebenden. Was immer wir erlebt haben, was wir durchgemacht haben, was wir gesehen haben: Unsere Hoffnung gründet auf der Auferstehung Christi. Wir setzen ein Zeichen, wenn wir immer wieder am Sonntag zum Gottesdienst zusammenkommen und in unserem Leben dem Wichtigen den ersten Platz einräumen. Wir bekennen uns zum Guten. Menschen demonstrieren aus verschiedenen Gründen, auch weil sie zeigen wollen: Wir sind mit diesem oder jenem nicht einverstanden. Wir sehen das anders. Als Christen sind wir mit der Ungerechtigkeit, mit der Herrschaft des Bösen nicht einverstanden. Das zeigen wir auch, wenn wir am Sonntag zum Gottesdienst zusammenkommen. Wir glauben an den Sieg des Guten über das Böse. Wir glauben an die Auferstehung Jesu Christi und seine Wiederkunft. Lassen Sie uns so jeden Sonntag feiern. Herzliche Grüße, Ihr Jean-Luc Schneider

Die richtigen Fragen

1. April 2018 - 0:01
Gott hat den Menschen mit einem freien Willen geschaffen. Er schreibt uns nicht vor, was wir zu tun haben. Er lässt uns immer die Wahl. Du kannst diesen Weg gehen oder den anderen – entscheiden musst du selbst. Viele hätten gern, dass Gott ihnen die Entscheidung abnimmt. Wie einfach wäre doch alles! Wir kommen zum lieben Gott und fragen: Was soll ich jetzt machen? Soll ich diesen Weg einschlagen oder den anderen? Soll ich nach links gehen oder doch lieber nach rechts? Und er sagt: Geh nach links! Aber dann wäre es seine Entscheidung und nicht unsere. Dann wären wir letztlich Befehlsempfänger. Die Hilfe des Heiligen Geistes bei Entscheidungen sieht anders aus. Der Heilige Geist hilft, die richtige Frage zu stellen: Kannst du auch dann die Gebote halten, wenn du diesen Weg gehst? Kannst du auch dann dem Herrn dienen, wenn du diese Entscheidung triffst? Kannst du sicher sein, dass dein Nächster keinen Nachteil hat, wenn du so entscheidest? Lass den Heiligen Geist wirken, wenn du die Frage stellst – dann fällt die Antwort nicht schwer. Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 07/2018)

Vergeltung

1. März 2018 - 0:01
Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Wer sich anstrengt, Einsatz zeigt, schafft und macht, der erfährt Anerkennung und wird für seine Verdienste entsprechend belohnt. Nicht nur materiell, sondern auch in Form von Respekt und Prestige. Wer Leistung bringt, leitet daraus auch das Recht ab, dafür gebührend honoriert zu werden. Das Prinzip der angemessenen Vergeltung bestimmt unsere Vorstellung von Gerechtigkeit. Wer keine Leistung bringt, hat das Nachsehen. Aber Gott vergilt nicht, Gott schenkt. Ist das nicht ungerecht? —     Ich war ihm ein Leben lang treu und dann bekommt einer am Ende dasselbe wie ich, der wie der Schächer am Kreuz in buchstäblich letzter Sekunde um Gnade bettelt? —     Ich arbeite von morgens bis abends bis zum Umfallen für den Herrn und bekomme am Ende nicht mehr als der, der wie der verlorene Sohn am Ende mit schlechtem Gewissen angekrochen kommt und hofft, dass Gott ihm verzeiht? So schnell sind wir dabei, die Gnade zu rühmen, die Gott uns und auch Seelen in der jenseitigen Welt schenkt. Aber gönnen wir sie wirklich einem, der nichts, absolut gar nichts aufzuweisen hat? Der sie nach unserer Auffassung nicht verdient hat? So viel Verständnis hat kein Mensch. Es sei denn, er ist zur Einsicht gelangt: Ich habe die Gnade auch nicht verdient. Ich habe nichts aufzuweisen, was Gott vergelten müsste. Auch ich bin ganz und gar auf Gnade angewiesen. —     Lieber Gott, sei mir Sünder gnädig! Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 05/2018)