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Aktualisiert: vor 1 Stunde 36 Minuten

Seine Herrlichkeit verkünden

1. November 2017 - 0:01
Die Jahreslosung „Ehre sei Gott, unserem Vater“ begleitet uns durch das gesamte Jahr – ja, durch unser ganzes Leben. Es ist Aufgabe und zugleich Bedürfnis des Christen, immer wieder die Größe der göttlichen Schöpfung zu erkennen, Gott dafür zu danken und ihn zu loben. Nachdem wir alles Seiende als Schöpfung erkannt haben, wollen wir aus dieser Erkenntnis heraus Gott, dem Schöpfer danken und loben. Und dann entsteht ein drittes Anliegen: seine Herrlichkeit zu verkünden. Und wie machen wir das in unserem Leben? Indem wir uns wie Gotteskinder verhalten. Lasst uns öffentlich machen, was wir erkannt haben und wofür wir dankbar sind.
  • Wir vergeben dem Nächsten – weil Gott uns vergibt.
  • Wir erbeten Heil – für alle Menschen, auch für diejenigen, die uns verletzt haben.
  • Wir sind voller Zuversicht – in dem Wissen, dass Gott nichts hindern kann, uns sein Reich zu geben.
  • Wir entwickeln uns – Gott hat Leben in uns hineingelegt, das sich entfalten soll.
  • Wir tragen zur Einheit bei – in dem Wissen, alle Menschen haben nur einen Gott und Vater.
  • Wir fokussieren uns – auf das ewige Leben, das Erbe Gottes. Es ist das Wichtigste in unserem Leben.
Wenn jeder in diesem Sinne tätig wird, wird daraus Segen erwachsen – für uns selbst und für den Nächsten. Herzliche Grüße, Ihr Jean-Luc Schneider

Zu kurz gedacht

1. Oktober 2017 - 0:02
Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft sagt man häufig nach, sie planten oft nur bis zur nächsten Wahl oder Aktionärsversammlung; lang­fristiges und strategisches Denken über den Tag hinaus seien eher Mangelware. Ob der Vorwurf berechtigt ist, sei dahingestellt. In großen Zeiträumen zu denken ist dem Menschen von Natur aus nicht unbedingt mitgegeben. Selbst der Gläubige, der weiß, dass Gottes Heilsplan weit mehr umfasst als nur sein irdisches Dasein und dass es fatal wäre, allein in diesem Leben auf Christus zu hoffen, sieht oft nur, was vor Augen steht. Die Israeliten sahen nur, dass Gott sie in die Wüste führte, und damit hatten sie ein Problem. Gott wollte sie aber nicht in die Wüste führen, sondern in die Freiheit, in das verheißene Land. Wir sehen unseren Lebensweg mit seinen Sorgen und Anfechtungen und haben oft Probleme damit, dass das Leben so ist, wie es ist. Aber Gott will uns nicht in Bedrängnisse führen, sondern in sein Reich, in die herrliche Freiheit der Kinder Gottes, ja, in eine neue Schöpfung. Sein Plan reicht über den Tag hinaus. Wir sehen die gegenwärtige Entwicklung der Kirche und des Christentums in manchen Regionen und fragen uns: Wo soll das hinführen, wenn der Trend so weitergeht? Aber Christus will seine Kirche nicht abwickeln, sondern durch sie das umfassende Heil aller in der Geschichte verwirklichen und sie vollenden in Herrlichkeit. Sein Plan reicht über den Tag hinaus. Vergessen wir das nicht! Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels

Ohne Worte

1. September 2017 - 0:01
Schade – schon wieder tritt einer in den Ruhestand, der wirklich etwas zu sagen hatte. Da schlief keiner ein, wenn der predigte, auch nicht, wenn es mittwochabends heiß und stickig war und man einen anstrengenden Tag hinter sich hatte. Sein Wort hatte Gewicht, nicht nur im Gottesdienst, auch bei den Seelsorgebesuchen, auch, wenn er beim Verabschieden noch ein Wort zu einem sagte. Und man merkte: Dahinter stand auch viel Lebens- und Glaubenserfahrung. Und so einer sitzt jetzt in der Kirchenbank! Den hätte man gerne noch länger im aktiven Dienst gesehen. Doch wer sagt denn, dass ein Amtsträger, der im Ruhestand ist, nicht mehr predigt? Jetzt zwar nicht mehr mit Worten, aber oft genauso wirksam wie vorher. Die Predigt ohne Worte ist manchmal vielleicht sogar noch effektiver als die am Altar. Wie der die manchmal gewöhnungsbedürftigen jungen Brüder annimmt, wie der mit Veränderungen umgeht, wie der um Verständnis für die Gemeindefusion bei denen wirbt, die sich damit schwertun, wie der sich an neue Gegebenheiten anpasst, wie er selbst das lebt, was er vorher gelehrt hat, das ist schon beispielhaft. – Wohl der Gemeinde, die solche Prediger hat! Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 17/2017)

Schwäche zeigen

1. August 2017 - 0:01
Wer etwas gelten und im Leben Erfolg haben will, der darf keine Schwäche zeigen. Das lernt man schon auf dem Schulhof. Sei stark! Und wenn du es nicht bist, dann tu wenigstens so als ob! Mancher hat das Stärke-Zeigen so verinnerlicht, dass er seine Schwächen gar nicht mehr wahr­haben will. Und das ist nicht nur eine Managerkrankheit. Auch manches Gotteskind tut sich schwer damit, Schwäche zu zeigen und sich Schwachheiten einzugestehen. Immer freudig bei der Sache, immer stark im Glauben, immer treu in der Nachfolge, immer bereit zur Versöhnung und, und, und … Unglaube, Zweifel, Versagen? Nicht bei mir! Aber wer könnte von sich behaupten, immer auf der Höhe des Glaubens zu sein? Nie schwach zu werden, nie am Boden zu liegen, nie jämmerlich zu versagen? Das eigentliche Problem bei diesem Verdrängen der eigenen Schwäche ist nicht, dass man sich selbst größer macht, als man in Wahrheit ist. Fatal ist, dass damit der Stellenwert der Gnade sinkt. Denn die Größe der Gnade weiß nur der recht zu schätzen, der sich seiner Schwächen vollkommen bewusst ist. Und der sich nicht scheut, auch einmal zu sagen „Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels (aus: „Unsere Familie“ 15/2017)