Chronik

Chronik des Bezirks Frankfurt am Main

 

 

Kurzchronik:

1847 Erste Versiegelung auf deutschem Boden in Frankfurt am Main durch Apostel Thomas Carlyle
1885 Apostel J.C. Hohl zieht nach Frankfurt, das er neben Gießen als Arbeitsbereich zugewiesen bekam
1889 Gottesdienst mit Heiliger Versiegelung durch Apostel G.G.A. Ruff in der Berger Straße 87 in F-Ost
1891 Gottesdienste der Geminden Ffm. I im Hainer Hof 4 am Domplatz
1897  Apostel G.G.A. Ruff zieht nach Frankfurt
1900 Gründung einer zweiten Gemeinde Ffm. II in F-West
1906 J.G. Bischoff wird zum Apostel ordiniert und übernimmt die Leitung des Bezirks Frankfurt
1908 Weihe des ersten eigenen Kirchengebäudes in der
Moltkeallee 4
ab 1911 Im Stadgebiet entstehen zahlreiche Gemeinden
1933-1945 Auswanderung, Flucht und Deportation jüdischer Gemeindemitglieder
1939-1945 Zweiter Weltkrieg, Zerstörung vieler Kirchengebäude
1953 Gründung dreier Kirchenbezirke: F-West, F-Ost, F-Nord
1983 Gründung des Bezirks Frankfurt, in dem alle Stadtgemeinden zusammengefasst sind
2010-2016 Regionalstrukturreform - Gemeindefusionen 
2017 Fusion der Bezirke Frankfurt und Bad Homburg
   
 

 

 

... aus der Chronik des Bezirks Frankfurt am Main

   
1847

Erste Versieglung in Frankfurt am Main

Der 1835 berufene Apostel Thomas Carlyle versiegelt am 14. Oktober 1847 in Frankfurt am Main in einem Gottesdienst in der Berger Straße die ersten Seelen in Deutschland, darunter den Theologen Heinrich Thiersch.

nach oben

 
1864-1897

Regelmäßige Gottesdienste und Gründung der ersten Gemeinde

1864 wird Apostel Johann Christoph Hohl gerufen, der Frankfurt und Gießen als Arbeitsbereiche zugewiesen bekommt. 1885 verlegt der Apostel seinen Wohnsitz nach Frankfurt, wo er zwei Jahre lang bis zu seinem Tod 1887 missioniert.

Im Juli 1889 hält Apostel Georg Gustav Adolf Ruff in einer Remise in der Berger Straße 87 einen Gottesdienst, in dem drei Gläubige versiegelt werden. Die Remise wird zur ersten Versammlungsstätte. Ab 1891 bis 1897 finden regelmäßig Gottesdienste in einem Raum im Hainer Hof 4 am Domplatz statt. Vorsteher der ersten Gemeinde ist Priester Ernst Schärtlein. 1897 verlegt Apostel Ruff seinen Wohnsitz nach Frankfurt, im selben Jahr bezieht die Gemeinde Räumlichkeiten in der Bornheimer Landstraße 54.

nach oben

 
1900-1920

Gründung einer zweiten Gemeinde, erstes eigenes Kirchengebäude

 Im Jahr 1900 wird in der Frankfurter Straße 35 in Bockenheim (heute Leipziger Straße) eine zweite Gemeinde  gegründet. 1906 ordiniert Stammapostel Hermann Niehaus im Saal des Turnvereins "Vorwärts" in der Frankfurter Schlossstraße den Apostelhelfer Johann Gottfried Bischoff zum Apostel für den Bezirk Frankfurt, zu dem auch die Gemeinden in Süddeutschland gehören. 1908 wird in der Moltkeallee 47 (heute Hamburger Allee) die erste neuapostolische Kirche in Frankfurt geweiht. Beide Gemeinden werden wieder zusammengelegt. 1911 wird die Gemeinde erneut geteilt in Frankfurt-West und Frankfurt-Ost; die Gemeinde Frankfurt-Ost versammelt sich in in der Merianstraße 39. 1921 werden die Ältestenbezirke F-Ost und F-West geschaffen. Zum Bezirk F-Ost, der bis nach Mainz, Wiesbaden und Darmstadt reicht, gehören 12 Gemeinden mit 1714 Gläubigen; zum Bezirk F-West, der sich bis nach Nürnberg und Würzburg erstreckt, zählen 12 Gemeinden mit 1557 Gläubigen.

nach oben

1924-1930

Bau der Kirchen Frankfurt-Südwest und Frankfurt-West

1924 und 1925 werden zwei große repräsentative Kirchen erstellt: die Kirche Frankfurt-Südwest 1924 in der Hufnagelstraße 37 und die Kirche Frankfurt-West 1925 in der Sophienstraße 50; die zu klein gewordene Kirche in der Moltkeallee wird verkauft. Auf dem Grundstück  Sophienstraße 48 wird ein Wohnhaus erstellt, in dem die Verwaltung der Neuapostolischen Kirche untergebracht wird. 1925 zählt die Gemeinde F-Südwest 590 Mitglieder, die Gemeinde F-West 669 Mitglieder.

1924 wird ein weiterer Kirchenbezirk geschaffen: F-Südwest. Bis 1930 werden weitere Gemeinden im Stadgebiet gegründet: F-Mitte, Goldstein, Schwanheim, Griesheim, Höchst, Oberrad und Niederrad, Praunheim,  Nied, Eschersheim, Bonames, Riederwald  und Fechenheim.

nach oben

 
1933-1945

Die Zeit des Nationalsozialismus - Zweiter Weltkrieg

Aufgrund des von den Nationalsozialisten verhängten Werbeverbots verlangsamt sich das Wachstum der Gemeinden; jüdische Gemeindemitglieder sind gezwungen zu emigrieren, zu flüchten oder werden deportiert. 1944 wird die Kirche F-West beschlagnahmt, die Gottesdienste finden im Flur der Kirchenverwaltung in der Sophienstraße 48 statt. Gegen Ende des Krieges wird ein Versammlungsverbot erlassen. Die meisten Kirchengebäude sind durch Bombenangriffe zerstört oder beschädigt., nur die Kirchen in F-Praunheim, Eschersheim und Fechenheim blieben unversehrt.

nach oben

 
1946-1953

Wiederaufbau - Gemeindewachstum in der Nachkriegszeit

1946 wird das Versammlungsverbot aufgehoben, der Wiederaufbau zerstörter Kirchen beginnt.

Am 5. August 1951 hält Stammapostel Bischoff in der Festhalle auf dem Frankfurter Messegelände in Anwesenheit aller Apostel einen Gottesdienst, der per Postkabel in Westdeutschland übertragen wird; ca. 14 000 Geschwister erleben den Gottesdienst vor Ort, rund 40 000 Gläubige können ihn in der Übertragung miterleben. Am Nachmittag findet ein Jugendgottesdienst in der Festhalle mit Stammapostelhelfer Heinrich Franz Schlaphoff statt, an dem 15 000 Jugendliche teilnehmen.

1953 wird der Ältestenbezirk Frankfurt in drei Bezirke aufgeteilt: F-Ost, geleitet von Walter Wolf,  F-West, geleitet von Paul Weine und F-Nord, geleitet von Hans Bock. Die Bezirke umfassen neben dem Stadtgebiet auch das  benachbarte Umland.

nach oben

 
1983-2005

Neuordnung der Frankfurter Stadtgemeinden

1983 werden die 19 Gemeinden im Frankfurter Stadtgebiet wieder zu einem Kirchenbezirk zusammengefasst und unter die Leitung des Bezirksältesten Hans Bock gestellt; ihm folgen 1986 Hagen Wend und 1990 Dieter Bund als Bezirksvorsteher. Die außerhalb der Stadt liegenden Gemeinden werden in den Bezirken Offenbach am Main und Bad Homburg zusammengefasst.

1987 hält Stammapostel hans Urwyler den Pfingstgottesdienst in der Frankfurter Alten Oper. 1990 werden die beiden Gemeinden F-Niederrad und F-Oberrad mit F-Sachsenhausen vereint, F-Sossenheim wird in die Gemeinde in F-Praunheim integriert.

1992 wird der Kirchenneubau in F-Schwanheim geweiht, der Standort F-Goldstein wird aufgegeben. 1993  hält Stammapostel Richard Fehr den Pfingstgottesdienst in Frankfurt in der Jahrhunderthalle .Die Standorte F-Eckenheim, F-Bonames und F-Riederwald werden aufgegeben.

2002 besteht der Bezirk Frankfurt am Main aus 12 Gemeinden. Nach der Ruhesetzung von Dieter Bund wird Fritz Nicolaus 2005 neuer Bezirksvorsteher.

nach oben

 
2010-2016

Regionalstrukturreformen - Ökumenische Aktivitäten

2010 wird Rüdiger Wend mit der Leitung des Bezirks Frankfurt beauftragt. Im Zuge einer Regionalstrukturreform wird 2011 der Standort  F-Schwanheim aufgegeben. Die Gemeinden F-Eschersheim und F-Nordweststadt werden zur Gemeinde F-Nord fusioniert. 2012 wird die Gemeinde F-Südwest geschlossen, die Gemeinden Hofheim/Taunus und Neu-Isenburg aus dem Kirchenbezirk Mainz werden in den Frankfurter Kirchenbezirk integriert.

2015 erhält die Neuapostolische Kirche in Frankfurt den Status eines Gastmitglieds in der ACK Frankfurt. 2016 wird  das wöchtliche stattfindende "Ökumenische Stadtgebet für Frieden und Versöhnung" in der Frankfurter Katharinenkirche erstmals von der Neuapostolischen Kirche geleitet.

nach oben

 
2017

Fusion der Kirchenbezirke Frankfurt und Bad Homburg

Im Januar 2017 werden die Kirchenbezirke Bad Homburg und Frankfurt am Main zu einem Bezirk vereint,  mit dessen Leitung Bischof Hartmut Vogel beauftragt wird. Im Oktober 2017 übernimmt Bezirksältester Lothar Basche die Leitung des Bezirks Frankfurt, der 21 Gemeinden zählt.

nach oben

 
 

 

 

 


 

 

   

 

 

   

 

 

   
   
   
   
   
   
   
   
   

... aus der Chronik des Bezirks Bad Homburg

Der Bezirk Bad Homburg wurde 1983 geschaffen und  2017 mit dem früheren Bezirk Frankfurt am Main vereint. Die Anfänge der Gemeinden gehen auf das Jahr 1896 zurück, in dem die Gemeinde in Florstadt gegründet wurde. Details zu der Geschichte der Gemeinden finden Sie unter der Rubrik "Chronik" der jeweiligen Gemeinde. Der Kirchenbezirk umfasste zuletzt elf Gemeinden, in denen rund 1.900 Mitglieder  betreut wurden. Das geografische Gebiet erstreckte sich vom Nordwesten Frankfurts aus nach Nordosten auf einer Länge von rund 70 Kilometern.

Der Bezirk Bad Homburg umfasste folgende Gemeinden in alphabetischer Reihenfolge:
Bad Homburg, Bad Nauheim, Bad Soden, Bad Vilbel, Echzell-Bingenheim, Friedberg,
Friedrichsdorf, Kelkheim, Kronberg, Schwalbach und Usingen. Als Bezirksvorsteher waren beauftragt Heinz Aschermann (1983-2000), Norbert Auner (2000-2007) und Markus Hartung (2007-2017).


 

   
   
   


 

 

 




 

nach oben